War die Zahl der Pkw-Aufbrüche im Jahr 2006 schon erschreckend hoch, so wurde die gleiche Zahl im Jahr 2007 bereits nach neun Monaten erreicht. Zusätzlichen Anstoß lieferten die Erkenntnisse aus den zahlreichen Ermittlungen, insbesondere der eigens dafür eingerichteten Ermittlungsgruppe „Navi“. Und die waren eindeutig: Die Geschädigten selbst machten es den Tätern leicht und boten durch ihr Verhalten günstige Tatgelegenheiten. Portable Navigationsgeräte, immerhin hatten es die Diebe in über der Hälfte aller Aufbrüche darauf abgesehen, befanden sich in ihren Halterungen oder waren oberflächlich unter dem Sitz und im Handschuhfach versteckt, Mobiltelefone und andere wertvolle Gegenstände waren offen abgelegt, Handtaschen, Rucksäcke oder Geldbörsen mit Jacken oder Teppichen abgedeckt. Für den Langfinger eine klare Aufforderung: „Aufbrechen und Zugreifen lohnt sich!“
Während der einwöchigen Aktion „Bremsen Sie Diebe rechtzeitig aus!“ wurde mit Unterstützung einer Gruppe der Bereitschaftspolizei Bruchsal an ausgewählten Örtlichkeiten im Stadt- und Landkreis Karlsruhe ca. 2000 Pkw-Nutzern im persönlichen Gespräch aufgezeigt, wie sie selbst mit wenig Aufwand einen wesentlichen Beitrag zur Verhinderung von Pkw-Aufbrüchen leisten können.

Im Rahmen dieser Gespräche wurden themenspezifisches Informationsmaterial sowie ein eigens für diese Präventionsmaßnahme erstellter, grellgelb farbiger Anhänger zur Anbringung an den Rückspiegel im Fahrzeuginnern überreicht. Dieser Anhänger soll potentiellen Dieben eindrucksvoll aufzeigen, dass in diesem Fahrzeug „nichts zu holen ist“. Die Auflistung kurzer, prägnanter Präventionsbotschaften auf der Rückseite ermahnt die Fahrzeugführer nochmals, keine Gegen- stände beim Verlassen des Fahrzeugs zurückzulassen.
Die Aktion erfuhr eine intensive Begleitung durch die örtlichen Medien und stieß bei der Bevölkerung auf uneingeschränkt positive Resonanz. Daneben hat sie auch kurzfristig die gewünschte Wirkung gezeigt. In den Wochen nach der Präventionsaktion konnte ein deutlicher Rückgang der wöchentlichen Fallzahlen von über 70 auf - zumindest vorübergehend - ca. 20 Fälle verzeichnet werden.
