Polizeiliche Prävention im Kindergarten
Das Polizeipräsidium Karlsruhe hat im Jahr 2005 mit der katholischen Schule „Agnes-Haus“, einer Fachschule für Sozialpädagogik und damit Ausbildungsstätte für angehende Erzieherinnen/Erzieher das gemeinsame Projekt „Polizeiliche Prävention im Kindergarten“ begonnen.
Ausschlaggebend für dieses Projekt waren folgende Überlegungen/Erkenntnisse (teilweise auch aus den Vorgesprächen gewonnen):
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Präventionsveranstaltungen in Kindergärten werden bislang im Stadt- und Landkreis Karlsruhe nicht flächendeckend und einheitlich durchgeführt
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den Kindergartenleitungen sind die Möglichkeiten und Präventionsangebote der Polizei teilweise nicht bekannt
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die Thematisierung von polizeilichen Präventionsinhalten durch die Erzieher/Erzieherinnen selbst ist nur wenig ausgeprägt und überschreitet so gut wie nie die Grenze der Tagesroutine
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das Erarbeiten von polizeilichen Präventionsinhalten, das Erschließen von Informationsquellen und die Nutzung entsprechender Präventionsmedien sind (mangels Kenntnis) eher unterentwickelt
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es ist fraglich, ob die gelegentlichen Besuche von Verkehrserziehern und Präventionsbeamten der Polizeireviere bei den Kindern/Eltern/Erziehern eine nachhaltige und gewünschte Wirkung entfalten
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Prävention entfaltet eine größere Wirkung, wenn alle Beteiligten eng zusammenwirken.
Von Seiten des Polizeipräsidiums waren die Prävention und die Verkehrspolizei sowie der Jugendsachbearbeiter des Polizeireviers Karlsruhe-Südweststadt am Projekt beteiligt.
Inhalt/Ablauf des Projekts
Theoretischer Teil
Die beiden Oberkurse der Fachschule wurden im vergangenen Jahr zwei Tage lang im „Haus Agnes“ über folgende Themen informiert:
Schwerpunkt Verkehrsprävention
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Wahrnehmungsentwicklung bei Kindern im Primarbereich
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Bewegungsentwicklung bei Kindern im Primarbereich
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Kinderunfalllagebild
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Verkehrserziehung im Primarbereich für Kinder und Eltern
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Verkehrpuppenbühne
Schwerpunkt Kriminalprävention
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Kinder als Täter und Opfer von Straftaten
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Gewalt und Eigentumsdelikte unter Kindern; Thematisierung mittels Puppenspiel
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Abbau von Schwellenängsten und Schaffen von Vertrauen zur Polizei durch Besuch einer Polizeidienststelle (am Beispiel des Polizeireviers Karlsruhe-Südweststadt)
Die Wissensvermittlung erfolgte durch Referenten der Polizei und durch Sozialpädagogen des „Agnes-Hauses“ teilweise einzeln, teilweise im „Tandemunterricht“.
Praktischer Teil
Schon vor Beginn der Zusammenarbeit zwischen Polizei und „Agnes-Haus“ war vorgesehen, dass sich an die theoretische Wissensvermittlung ein praktischer Teil anschließen sollte. Zwei Schülerinnen des Oberkurses haben deshalb Kontakt mit ihrer Praktikumsstelle aufgenommen und die Erlaubnis erhalten, im Rahmen ihres Praktikums das Erlernte in die Praxis umzusetzen. Die beiden Schülerinnen haben sich für die Durchführung eines Verkehrssicherheitsprojekts entschieden.
Von beiden Auszubildenden wurden folgende Projektinhalte geplant:
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Bewegung im öffentlichen Raum mit Schwerpunkt Verhalten im Verkehr
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Bewegungserfahrungen mit Schwerpunkt Gleichgewicht
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Begegnung mit der Polizei (Verkehrserzieherin)
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Abbau von Schwellenängsten und Schaffen von Vertrauen zur Polizei durch Besuch einer Polizeidienststelle (eine Gruppe beim Polizeirevier Karlsruhe-Südweststadt, eine Gruppe beim Polizeirevier Karlsruhe-Weststadt)
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Durchführung von Elternabenden zum Thema unter Mitwirkung der Polizei