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Polizeipräsidium Karlsruhe > Prävention > Kriminalprävention > Seiten > HÜBSCHkorrekt.aspx  

 HÜBSCH korrekt

 

 

Projekt „HÜBSCH korrekt!“

 

Das Projekt „HÜBSCH korrekt!“ ist eine Kooperation der Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe, des Polizeipostens Karlsruhe-Akademiestraße und der 1. Bereitschaftspolizeiabteilung Bruchsal mit der Heinrich-Hübsch-Schule, der Metallinnung Karlsruhe, der Verkehrswacht Karlsruhe e.V., der Firma Thomas Baumstark GmbH Stahl- und Metallbau, der Handwerkskammer Karlsruhe und der Berufsgenossenschaft Metall-Süd Mainz.

Die Heinrich-Hübsch-Schule wird als Berufsschule von Schülern zwischen 16 und 25 Jahren besucht. Diese Gruppe ist bei Körperverletzungsdelikten im Verhältnis zur übrigen Bevölkerung überproportional vertreten. Auch bei Verkehrsunfällen unter Alkohol- und / oder Drogeneinfluss mit schweren und schwersten Folgen spielt diese Zielgruppe eine wesentliche Rolle.

Speziell durch Berufsschüler und Berufsfachschüler mit Migrationshintergrund werden regelmäßig Straftaten begangen; die Ursachen hierfür sind unter anderem in fehlender Normenklarheit und geringem Selbstwertgefühl der Schüler zu sehen. In der Folge riskieren die Schüler durch Fehlzeiten ihren Ausbildungsplatz. Weitere Folgen sind eine hohe Abbrecherquote, eine sinkende Motivation und ein schlechteres Lernklima.

Das Projekt „HÜBSCH korrekt!“ zielt auf eine Verringerung von Gewalttaten durch Schüler der Heinrich-Hübsch-Schule ab. Durch den Aufbau von Körpergefühl, Körperbeherrschung und Selbstwertgefühl, durch Einüben positiven Sozialverhaltens und gewaltfreier Konfliktlösung für den Alltag soll eine Reduzierung von Alkohol- und Drogenfahrten erreicht und einer Suchtentwicklung vorgebeugt werden. Zielgruppe sind je Schuljahr zwei Klassen der einjährigen Berufsfachschule. Dabei handelt es sich um Schüler zwischen 16 und 20 Jahren, die fast ausschließlich männlich sind.  

Zur Erreichung der Ziele wird ein Antiaggressions- und Kampfsporttraining durch Polizei und Sportlehrer angeboten, ebenso ein erlebnispädagogischer Transfer im Hochseilgarten. Daran schließen sich der Besuch einer Suchtklinik, einer Justizvollzugsanstalt und eines gewaltpräventiven Theaterstücks an. Ein Verkehrssicherheitstraining (Rauschbrillen) und begleitendes Elterncoaching runden das Maßnahmenbündel ab. Eine dauerhafte Begleitung durch den Schulpsychologischen Dienst wird angestrebt, um einerseits auch tiefer sitzende familiäre Probleme rechtzeitig erkennen und andererseits auch systemisch intervenieren zu können.

Das Projekt „HÜBSCH korrekt!“ wird von der Initiative „Kriminalpräventive Modellprojekte“ (KPM) mit Geldern der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert.