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 „Schulbusbegleiter Bretten“


Das kennt jeder, der mit dem Schulbus unterwegs ist: das tägliche Drängeln und Quetschen an der viel zu engen Bustür, den sperrigen Ranzen auf dem Rücken und immer die Angst im Nacken, keinen der begehrten Sitzplätze mehr zu bekommen. Rangeleien und Drängeleien auf dem Schulweg, an den Haltestellen und in den Bussen gehören leider zur Realität und führen immer wieder zu gefährlichen Situationen. 

Um dem entgegenzuwirken wurden auf Initiative des Vorsitzenden des Gesamtelternbeirates der Stadt Bretten, in einer Kooperation zwischen dem  Edith-Stein-Gymnasium, dem Melanchthon-Gymnasium, der Max-Planck-Realschule und der Prävention beim Polizeipräsidium Karlsruhe, der Verkehrspolizei Bruchsal und der Fa. RVS-Südwestbus ein „Schulbusbegleiter“ - Projekt für die Buslinie 733 von Bretten nach Pforzheim ins Leben gerufen, das im November 2005 angelaufen ist. Verantwortlich für die Organisation und Koordination des Projektes ist die Prävention beim Polizeipräsidium Karlsruhe. 

Siebzehn Schülerinnen und Schüler sollen mit ihrer Anwesenheit  an der Haltestelle und im Bus die Sicherheit verbessern, das faire Miteinander fördern und Fehlverhalten entgegenwirken. Hierauf wurden sie in einer speziellen Ausbildung vorbereitet. Neben dem Thema „Sicherheit und Gefahren rund um den Bus“, das von einem Beamten der Verkehrspolizei, Außenstelle Bruchsal, äußerst anschaulich dargestellt wurde, wurden auch verschiedene Techniken der Deeskalation und der Konflikthandhabung vermittelt.  

Ausgestattet mit diesem Wissen sind die „frisch gebackenen“ Schulbusbegleiter in der Lage, aufkeimende Konflikte frühzeitig zu erkennen und diese - immer natürlich zu zweit, um sich nicht selbst zu gefährden - ohne Gewaltanwendung zu schlichten. Gleichzeitig sind sie aber auch vertrauensvolle und hilfsbereite Ansprechpartner für ihre Mitschüler und den Busfahrer. 

Positiver Nebenaspekt für deren ehrenamtliches Engagement ist ein entsprechender Vermerk im Zeugnis. 

Dass sie durch ihren Einsatz selbstbewusster geworden sind, Konfliktsituationen besser meistern können und Probleme ohne das Zutun von Erwachsenen lösen können, davon berichteten Teilnehmer vergleichbarer Projekte aus anderen Städten. Auch in Bretten waren sich am Ende der Ausbildung alle einig, mit dem Projekt einen großen Schritt auf dem Weg zu einem sicheren Miteinander getan zu haben. 

Damit auch während des Projektes alles „rund“ läuft, werden die Schulbusbegleiter durch die Lehrer der Streitschlichterteams ihrer Schulen betreut.