|
Mit dem Projekt „Jugendschutz Karlsruhe - Maßnahmen gegen den Alkoholmissbrauch durch Kinder und Jugendliche“ geht die Polizei neue Wege in der Kommunalen Kriminalprävention.
Das Projekt setzt an den großen Festveranstaltungen an, dort also, wo Kinder und Jugendliche in großer Anzahl dem Alkohol zusprechen und folglich auch in großer Anzahl betrunken angetroffen werden. |
|
| Es beruht auf den drei Säulen:
· strukturelle Vorfeldmaßnahmen
· Einsatz von Jugendschutzteams und
· pädagogische Maßnahmen einschließlich einer breiten Öffentlichkeitsarbeit |
 |
Kernbestandteil des Projektes sind die Jugendschutzteams, an denen sich neben der Polizei weitere Kooperationspartner aktiv beteiligen. Aus über 50 Freiwilligen wurden nach intensiver Schulung Dreierteams gebildet, die sich aus
· Bediensteten der Jugend- und Sozialbehörde der Stadt Karlsruhe
· Mitarbeitern der Rettungsdienste und
· Polizeibeamten
zusammensetzen.
Ihr Einsatz beruht schwerpunktmäßig auf dem präventiven Ansatz. Beim Einschreiten und Ansprechen relevanter Kinder und Jugendlicher im Rahmen von Festveranstaltungen orientieren sie sich dabei am Prinzip der „präventiven motivierenden Kurzintervention durch interdisziplinäre Information, Beratung und Hilfe“. Aus Gründen der Erkennbarkeit tragen sie ein einheitliches, blaues T-Shirt oder einen blauen Windbreaker mit der Rückenaufschrift „Jugendschutz Karlsruhe“. Außerdem führen die Teammitglieder sichtbar einen entsprechenden „Dienstausweis“ mit.

Neben dem vorrangig präventiven Ansatz werden aber auch Verstöße gegen die Jugendschutzbestimmungen konsequent geahndet und bei deutlichem Alkoholmissbrauch die erforderlichen Maßnahmen getroffen.
|
|
Zur Information und Aufklärung der Gewerbetreibenden und Gastronomen über die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes werden im Vorfeld der ausgewählten Feste Informationsveranstaltungen angeboten, Betriebsbesuche vorgenommen und über die Sensibilisierungsgespräche hinaus eigens dafür erarbeitetes Informationsmaterial übergeben.
Im Nachgang zu den Festen wird mit betroffenen Eltern ein intensives Beratungsgespräch durch Beschäftigte der Sozial- und Jugendbehörde geführt und - sofern erforderlich - darüber hinaus gehende Hilfestellung angeboten. |
Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.jugendschutz-ka.de.